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13. Juli 2022 | 5 Minuten Lesedauer

Vorhang auf für Research & Development

Seit Jahrzehnten bauen wir mit jedem einzelnen unserer Projekte unser Wissen und unsere Expertise aus und lernen aus den jeweiligen Herausforderungen. Bis wir die optimale Konstruktion eines Möbelstücks oder den idealen Aufbau einer Oberfläche erreichen vergehen einige Wochen oder Monate. 2021 haben wir mit dem Aufbau unserer internen Research & Development Abteilung (R&D) begonnen, mittlerweile besteht diese Abteilung aus drei Mitarbeitern, die mit ihrer Erfahrung unsere Expertise aktiv vorantreiben und sich auch mit gänzlich neuen Geschäftsfeldern und -möglichkeiten beschäftigen. Unterstützt wird die Abteilung vom CAD-Engineering, mit der Spezialisierung auf 3-D-Druck.

Interior+: Innen- und Außenräume verschmelzen

Ein aktueller Trend, der sich in unseren Projekten klar abzeichnet, ist das Verschmelzen von Wohnumgebungen: das Leben verlagert sich von innen nach außen. Für uns bedeutet das, dass jegliche Materialien, Oberflächen, Verkleidungen oder Lösungen, die bislang vor allem im Innenbereich zum Einsatz kamen, jetzt auch den Outdoor-Anforderungen entsprechen müssen. Genau diesem Thema widmet sich Bernd, auch losgelöst von laufenden Projekten. „Wir wissen, welchen hohen Anforderungen unsere Materialien standhalten müssen – das Salzwasser, die Sonneneinstrahlung, da können wir zum Beispiel nicht alle Lacke verwenden. Auch Unterkonstruktionen oder Scharniere sowie sonstige gängige Hilfsmaterialen, die wir im Innenbereich einsetzen, können im Außenbereich nicht 1:1 verwendet werden. Wir sind daher stetig auf der Suche nach den für unsere Anforderungen passenden Materialien“ erklärt Bernd.

© List GC

Wenn aus Jahren Tage werden

Damit wir die Qualität über Jahre hinweg garantieren können, setzen wir die modernsten Testverfahren ein. „Neue Verklebungen, Lacke oder andere Konstruktionen werden im Wechselklimaschrank auf Temperatur- und Luftfeuchtigkeitsveränderungen geprüft und werden anschließend in unserem Sun-Tester UV-Strahlung ausgesetzt. Wir können also vorab und direkt in unserer Produktion innerhalb von wenigen Tagen testen, wie die verwendeten Materialien nach Jahren auf hoher See aussehen oder wie sich ihre Zusammensetzung verändert,“ berichtet Gilbert. So können wir bei List GC die entscheidende Expertise direkt in unserem Unternehmen generieren und sind nicht von externen Partner:innen und deren Lieferantennetzwerk abhängig.

Vom ersten Prototyp zum finalen Produkt

Da die Projekte unserer Kund:innen immer komplexer werden, müssen Lösungen oft erst entwickelt werden, damit die Designvorgaben so realisiert werden können, wie gewünscht. Kann die schwere Marmorplatte sicher auf der geplanten Unterkonstruktion fixiert werden? Wie muss der Verschlussmechanismus aufgebaut werden, damit er sicher hält? Meist können keine Standardteile verwendet werden. Unterstützung erfolgt hierbei aus unserem CAD-Engineering, mittels dem Drucken von 3D-Elementen. 

© List GC

Fabian erklärt: „Der große Vorteil von 3D-Drucken besteht darin, dass die Erstellung eines Prototyps nicht mehr mehrere Tage bzw. Wochen in Anspruch nimmt. Bereits in nur wenigen Tagen können Prototypen gedruckt, getestet und überarbeite werden, bevor sie z.B. bei Hersteller:innen angefragt und bestellt werden können.

Was noch nicht ist, kann noch werden

Eine weitere Aufgabe unserer R&D Abteilung liegt auf der Erschließung neuer Geschäftsfelder. Christian meint: „Nur weil wir schon seit über 20 Jahren einer der führenden Yacht-Innenausstatter sind, heißt das nicht, dass wir nur in diesem Bereich bleiben wollen“. Wir kommen durch unsere Arbeit als Innenausstatter mit unterschiedlichen Personenkreisen in Kontakt, wodurch wir auch immer wieder neue Trends wahrnehmen. Das unterstützt uns dabei unsere Expertise dahingehend neu zu denken und kann zur Entwicklung neuer Geschäftsfelder führen. Wir arbeiten gerade an einem gänzlich neuen Projekt, das wir im Laufe dieses Jahres auch erstmalig intern vorstellen dürfen.“

 

„Mit unserer R&D Abteilung schaffen wir ein internes Kompetenzzentrum für neue Standards und stabilisieren so unsere Produktionsprozesse“.

Wolfgang Pusterhofer, Head of Manufacturing und Leiter des Sub-Departments R&D